Die Instrumente der Psychotherapie. Das ΄΄Wie΄΄

Was ist das Besondere an der Psychotherapie als Prozess? Und wie kommt sie zu heilen?

… ich werde Dir Unterschiede herausfinden …

König Lear, Shakespeare

Das Spezialinstrument der Psychotherapie ist die Erzählung.

Die Erzählung, durch die besondere Art und Wiese in der sie waehrend einer Psychotherapie sich entwickelt, hat die Faehigkeit die ΄΄Daten΄΄ unseres Lebens verschiedenartig zu ver-binden und kann unser Bild der Welt aendern, an diese Orte, wo wir sie ändern wollen (falls wir das wollen). Denn es so der Fall sein kann, dass man durch eine Psychotherapie und die Entlastung seines Symptoms, um sein Recht kaempft sich nicht zu aendern.

Durch die Ausnuetzung aller Möglichkeite, die wir zu erzählen haben, und die Placierung unseres Problems und seiner Folgen in verschiedenen Verbindungsumgebungen, und durch seine staendige Untersuchung (mit dem Therapeut in der Lage der anderen Menschen) unter einem neuen Blickwinkel und Perspektive, schaffen wir es, unser Problem in seinen einzelnen Elementen zu brechen.

Wie die Teile eines “Lego”, die, abgebaut und anders gelegt, neue Formen und Gestalten schaffen koennen.

Denn die Psychotherapie kreiert neue Verbindungen, und bringt kontinuierlich neue Unterschiede hervor, im Gegensatz zu der verwurzelten Art und Weise, in der wir die Dinge wahrnehmen. Eine Art und Weise, die wir gezwungen waren unkritisch zu erben, oder wie eine nötige Reaktion hergestellt haben, und die unser Symptom verursacht hat.

Eine Erzaehlung kann zuerst den Raum und Zeit brechen. Sie springt von der Zukunft zu der Vergangenheit, von der Vergangnheit in die Gegegenwart,  und dann wieder in die Zukunft.

Sie bricht auch unser Identitaet. Sie gibt uns die Moeglichkeit uns durch die Augen der anderen Person zu sehen. Sie ermoeglicht uns das Bild zu untersuchen, das wir  für uns haben, das Bild, das die andere für uns haben, das Bild das wir fuer die andere haben, und das Bild, das die andere fuer sich selbst haben. In unseren Spalte und Bruche fallend, integrieren wir unsere zerbrochenen Teile in einem differezierten Ganze, das uns erlaubt sicherer in uns selbst zu fuehlen, und uns mit unseren Vorteilen und Schwaechen zu akzeptieren. Unsere Sexualitaet, unser Koerper, unsere Persönlichkeit ist im Grundriss dieser Linien geprägt.

In dieser Art unseren Weltanblick verbreitend, produziert die Psychotherapie:

a) neue Raum und Zeit

b) unterschiedlichen Betrachtungswinkeln eines Problems, und daher verschiedlichen Alternativen und Optionen.

Wenn wir davon ausgehen, dass jemand, der Optionen hat und ohne Behinderung und mit vollem Bewußtsein waehlt, frei ist, koennen wir die Psychotherapie durch die narrativen Möglichkeiten des Sprechens auf diese Weise als ein einzigartiges Instrument für unsere Befreiung benutzen. Ein Sprechen dass nicht mehr nur die Sprache umfasst sondern auch das Bild, und das letzte nicht nur auf seinen visuellen Dimensionen beschränkt.

Waehrend einer Psychotherapie montieren wir nicht nur unsere Woerter, sondern auch ganze Szenen unseres Lebens, so dass am Ende wir eine Geschichte erzaehlen koennen. Unsere Geschichte. Denn das Symptom ist nichts Andere, als das Un-verbundene, das Un-angemessene, das Un-passende, das wir bisher in keiner Version der Geschichten umgefasst haben, mit denen wir unser Lebensdaten gebunden haben.