Neue Perspektive

Das Analytische Psychotherapie-Zentrum fuer Jugendliche und Erwachsene wendet einen modernen theoretischen und wissenschaftlichen Diskurs an, der verschiedene Ebenen fuer die Analyse des menschlichen Phänomens und seiner Funktion kombiniert.

Das ursprünglichste und wichtiste Beitrag des Zentrums in Bezug auf die gegenwaertige psychotherapeutische Einstellung bewegt sich in einem Triple-Achse:

1) klinische Bevoelkerung, 2) psychotherapeutisches Ziel, 3)  psychotherapeutischer Prozess:

1) Jugendliche-Adoleszente: Jugendliche in der Pubertaet, wegen der ihnen gegenueber klinischen gegenwaertigen Verlegenheit, schweben zur Zeit in bezug auf ihre therapeutische Behandlung zwischen Kind und Erwachsenem. A.Z.P. gibt der Pubertät ihr eigenes ontologisches Gewicht. Die Pubertaet wird nicht mehr als verlaengerte Kindheit oder als misslungener Vollentwicklung betrachtet.

     Erwachsene : Das A.P.Z. betrachtet Erwachsene nicht als ob sie am Ende ihrer Reise, sondern als ob sie in einer kontinuierlichen anspruchsvollen Entwicklung waeren, die sich staendig differenziert.

2) Das psychotherapeutische ΄΄Desideratum΄΄ scheint in unseren Tagen in einer Sackgasse sich zu befinden. Auf der einen Seite, bezieht es sich auf die Funktionalität oder das ΄΄Wohl΄΄ des Patienten. Auf der anderen Seite, auf seine ΄΄Wahrheit΄΄, oder sein ΄΄Verlangen΄΄. Im ersten Fall wird mehr oder weniger eine Veränderung oder Anpassung an einer Realität insinuiert. Der zweite bezieht sich auf die ΄΄Rehabilitation΄΄ oder den ΄΄Rekonstruktion΄΄ einer Wahrheit. In beiden Fällen ist aber der ΄΄Numerus΄΄ Singular: Die Rede ist über eine Wahrheit oder eine Wirklichkeit. Aber die modernen wissenschaftlichen und philosophischen Entwicklungen, und die jetztige historische Situation um uns herum, macht nun deutlich, dass es nicht um eine Wahrheit oder eine Wirklichkeit sondern um mehrere Wahrheite und Wirklichkeite geht. Heute geht es um die Verknuepfung, die Zusammenfuegung mehrerer Wahrheiten und Wirklichkeiten. Die Integration mehrerer Denken und Handeln scheint der Zeiten beantragt zu sein, in dem Maße, dass die Forschung ueber den zeitgenössischen postmodernen Subjekt mehr als dringlich wird. Die psychoanalytische Theorie wird kontinuierlich  jenseits Bion und Lacan bereichert, das moderne Wissenschaft jenseits Feyerabend und  Deleuze weiter verbreitet.  Zwischen verschiedenen ontologischen, existentiellen und ex-sistentiellen Fronten sich bewegend, der “moderne” Mensch ist heutzutage aufgerufen zahlreiche Wahrheiten und Wirklichkeiten zusammenzufuegen, als eigener Künstler seines Selbst.

3) In Bezug auf die Art und Weise wie die Woerter des Patienten im Verstand des Therapeuten gebunden werden, möchte das Zentrum die Lautstärken bereichern, mit denen der Therapeut die Woerter des Patienten dekodiert. Der Therapeut bleibt nicht auf eine einzige Theorie stehen, sondern bewegt zwischen Literatur, Kunst, Musik, Film, Geschichte, Wissenschaft und Technologie, (denn die Rede eines Adoleszenten oder eines  Erwachsenen ueber sein/ihr  ΄΄Likes΄΄, ΄΄Dislikes΄΄, ΄΄Friend requests΄΄, ΄΄Deletes΄΄ auf Facebook erleuchtern manchmal mehr seine psychische Realitaet als Alles uebrige). Nur dann nimmt er in einer authentischeren Art und Weise am ΄΄Aeusseren΄΄ teil, ohne das in seinem psychotherapeutischen Büro zu begrenzen.