Psychoanalyse und Kunst

Das Symptom ist eine Antwort auf ein Hindernis.

Allerdings beschränkt es unsere freie Wahl, weil es als Antwort das Monopol hat. So produziert es unser Schmerzen.

Es sieht so aus wie manche farbige Gläser, die die Welt nur in einer Farbe sehen.

Die Kunst macht das selbe so scheinen, als ob es anders waere. Weil sie uns zu vielfältigen Lesarten und verschiedenartigen Interpretationen der selben Sache öffnet.

Sie macht mit dem Angegebenen und dem Selbstverstaendlichen weg.

Eine Psychotherapie, wie die Kunst, haelt nichts für selbstverständlich.

Sie schaut die Welt zum ersten Mal. Um Unterschiede zu finden. Unbemerkte Antworten.

Sie haelt uns nicht für selbstverständlich. Sie stellt uns vor uns selbst in all unserer Rätselhaftigkeit und Mysterium, als Kunstwerke mit vielen Lesungen. Als Palimpseste.

Das Symptom unter diesem Lichte wird nur als eine der möglichen Antworten auf unsere zentralen Fragen betrachtet. Es monopolisiert nicht als das endgueltigste.

Es gibt viele Möglichkeite die Welt anzuschauen.

Psychotherapie, wie Kunst, öffnet uns zu ihnen.

Wir können durch unsere Lieblingsfilme, Darstellungen, Bücher, Theaterstücke viel über uns und unsere tiefste Besorgnisse kennenlernen. Wir koennen entweder darüber reden, wie in einer klassischen Form der Behandlung, sie ins Leben bringen, wie zum Beispiel in Drama-Therapien, oder sie als Zuschauer beobachten und fuehlen, wie in Kino-Therapien.

Eine Psychotherapie zusammen mit dem Rest ihrer wissenschaftlichen Methoden kann Kunst so ausnutzen, um unsere internen psychologischen Daten zu binden oder Emotionen, Gedanken und Kräfte freizusetzen, die sonst völlig im Schatten bleiben wuerden.

Sie oeffnet uns zu den Szenarien unseres Lebens in der Schwebe ihrer parallelen Erzählungen, legend sie wieder in Bewegung.

Sie erlaubt uns wieder von der Welt ueberrascht zu werden.